Grundlagen
Sucht
Suchtmittel
Suchtprävention
Strukturorientierte / personenorientierte Suchtprävention
Schutz- und Risikofaktoren
Suchtprävention mit Multiplikator/innen
Gesundheit
Gesundheitsförderung
Projektarbeit und Qualitätsmanagement
Sucht
Unter Sucht verstehen wir jede zwanghafte Befriedigung eines Bedürfnisses, die mit psychischer und physischer Abhängigkeit einher geht. Merkmale einer Sucht sind Kontrollverlust, Toleranzbildung, Entzugserscheinungen, Wiederholungszwang und Abstinenzunfähigkeit. Individuelle, soziale, ökonomische und kulturelle Faktoren können zur Entwicklung von Sucht beitragen. Die Suchtentstehung ist immer als Prozess zu verstehen.
Suchtmittel
Sucht hat vielfältige Erscheinungsformen. Sie kann an Substanzen wie Alkohol, Tabak, Medikamente, Opiate gebunden sein, oder auch Verhaltensweisen wie Arbeiten oder Spielen beinhalten. Detaillierte Informationen zu einzelnen Suchtmitteln und deren Wirkung finden Sie unter den folgenden Adressen:
· Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme
(SFA)
www.sfa-ispa.ch (ausserdem erhältlich: Gratis-Faltblätter zu
Substanzen, zahlreiche Unterrichtsmaterialien und Publikationen)
· Die Stellen für Suchtprävention im Kanton Zürich
www.suchtpraevention-zh.ch
· Eve & Rave Schweiz,
www.eve-rave.ch
· Kompendium der Arzneimittel,
www.documed.ch
Suchtprävention
Prävention will der Suchtentwicklung zuvorkommen. Sie fördert die Stärken und die gesunden Kräfte und versucht Suchtrisiken früh zu erkennen und zu vermindern. Diese Prozesse werden beim einzelnen Menschen aber auch in der Gesellschaft angeregt.
Ziele sind die Verbesserung von Lebensbedingungen, das Schaffen von Zukunftsperspektiven, die Befähigung zur gesunden Lebensgestaltung sowie das Aneignen von Genussfähigkeit und Risikokompetenz.
Strukturorientierte / personenorientierte Suchtprävention
Wann immer sinnvoll und möglich, arbeiten wir daran, die Strukturen zu verbessern und so nachhaltige Wirkungen zu schaffen. Strukturelle Massnahmen sollen suchtbegünstigende Strukturen abbauen (z.B.Jugendschutzgesetze). Die personenorientierte Suchtprävention beschäftigt sich mit der Förderung von Schutzfaktoren beim Individuum. Diese Arbeit wird oft über Multiplikator/innen geleistet.
Schutz- und Risikofaktoren
Im Zentrum der neueren Suchtprävention steht das Suchtverhalten und nicht ein einzelnes Suchtmittel. Die Antwort auf die Frage, warum wird jemand süchtig, beruht auf zwei sich ergänzenden Ansatzpunkten: Die Vermeidung von Sucht als Krankheit und die Förderung von psychosozialer Gesundheit. Dies soll erreicht werden, indem einerseits die Risikofaktoren vermindert, und andererseits die Schutzfaktoren gestärkt werden. Schutzfaktoren zeigen sich in vielfältigen Lebenskompetenzen wie besserem Umgang mit Stress, mit Gruppendruck oder Krisensituationen. Die Entwicklung von Strategien zu mehr Selbstbewusstsein und Eigenverantwortung, zu klarer Abgrenzung und vertiefter Beziehungsfähigkeit sind wirksame Präventionsprinzipien. Der kontinuierliche, langfristige Ansatz im Alltag ist dabei besonders wichtig.
Suchtprävention mit Multiplikator/innen
Multiplikator/innen sind Personen, die aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit oder wegen ihres Kontakts zu einem bestimmten Teil der Bevölkerung geeignet sind, unsere Präventionsbotschaften nach dem Schneeballprinzip zu multiplizieren. Multiplikator/innen sind beispielsweise Jugendarbeiter/innen, Lehrpersonen oder Lehrmeister/innen. Sie bringen im Idealfall ein Interesse für die Suchtprävention mit und werden von uns professionell auf ihre Aufgabe vorbereitet, dabei begleitet und nach ihren Bedürfnissen unterstützt.
Gesundheit
"Gesundheit ist der Zustand des umfassenden körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur die Abwesenheit von Krankheiten und Gebrechen. Sie ist eines der Grundrechte eines jeden Menschen ohne Unterschied der Rasse, der Religion, des politischen Bekenntnisses, der wirtschaftlichen und sozialen Stellung." (WHO, 1948)
Ein solches Verständnis von Gesundheit geht davon aus, dass Menschen lernfähig sind, dass sie sich verändern und Verantwortung für ihre Gesundheit übernehmen können. Es bedeutet aber auch, dass strukturelle oder gesellschaftliche Bedingungen veränderbar sind.
Gesundheitsförderung
"Gesundheitsförderung zielt auf einen Prozess, allen Menschen ein höheres Mass an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit zu ermöglichen und sie damit zur Stärkung ihrer Gesundheit zu befähigen.
Um ein umfassendes körperliches, seelisches und psychisches Wohlbefinden zu erlangen ist es notwendig, dass sowohl einzelne als auch Gruppen ihre Bedürfnisse befriedigen, ihre Wünsche und Hoffnungen wahrnehmen und verwirklichen sowie ihre Umwelt meistern bzw. verändern können. In diesem Sinne ist die Gesundheitsförderung ein wesentlicher Bestandteil des alltäglichen Lebens." (Ottawa Charta, 1986)
Projektarbeit und Qualitätsmanagement
Wir gestalten unsere Projekte nach Projektmanagement-Kriterien, was eine effiziente und effektive Arbeit nach den aktuellen wissenschaftlichen Grundlagen erlaubt.
Unsere Projekte werden mit einem Qualitätsmanagement-Instrument überprüft. Auch Gesuche um finanzielle Unterstützung (
pdf Gesuchformular) werden von uns einer Qualitätskontrolle unterzogen.
Die Website
www.quint-essenz.ch bietet viele hilfreiche Informationen und Arbeitsinstrumente für die Projektarbeit.